Tim Meads Stimme ist klar, ruhig und direkt und hat gleichzeitig etwas von einem Chamäleon: Von Händel bis George Benjamins Written on Skin, in der Mead einen schaurig-erotischen und eindrücklichen Boy gibt, ist sie auf subtile und dennoch intensive Weise ausdrucksstark. Als ich Mead erreiche, hat er gerade ein Projekt auf Malta beendet, nachdem er zwei Wochen in Athen in Quarantäne war. Am nächsten Tag fliegt er weiter nach Paris, für Bachs Matthäuspassion. Ein ganz schönes Hin und Her – trotzdem ist Mead dankbar für dieses kleine bisschen Normalität in den ansonsten sehr unnormalen letzten 12 Monaten.
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