Die Nachricht vom politischen Sieg der italienischen Rechten, der »rechtesten Regierung seit Ende des Zweiten Weltkriegs«, hat im Ausland große Besorgnis ausgelöst, nicht zuletzt in Hinblick auf die Wehrhaftigkeit der Demokratie und der europäischen Einheit in diesen schwierigen Zeiten. Von einer Rückkehr zum Faschismus war die Rede. (In der Tat ist es mindestens beunruhigend, wenn ein Präsident des Senats der Republik unter anderem Mussolini-Fanartikel sammelt.) Dabei gilt es aber zu bedenken, dass diese Regierung das Ergebnis freier Wahlen ist und nicht etwa eines Staatsstreichs. Es ist vielleicht an der Zeit, dass sich die linken Parteien Italiens fragen, wo die Ursachen ihres Scheiterns liegen und was es heute überhaupt bedeutet, »links« zu sein.
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