Was in der Antike Tempel, Theater und Agora waren, im Mittelalter die Kathedralen und unter absolutistischer Herrschaft die Schlösser, das stellten in den bürgerlichen Monarchien des 19. Jahrhunderts die Rathäuser, Justizpaläste und Opernhäuser dar: ikonische Bauwerke, die als Wahrzeichen von Kultur und Macht galten. In den von Fliehkräften geschüttelten Gesellschaften unserer Tage scheint ihre Kohärenz stiftende Wirkung verflogen. Gleichwohl entzündet sich die künstlerische Fantasie vor allem an Kulturbauten. Doch was können sie leisten, wie zu lebendigen Foren des Austauschs werden?
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