Eine La Traviata, in der die Protagonistin zwei Stunden alleine auf der Bühne steht, ein Don Giovanni, dessen Titelheld konsequent im Off bleibt, eine Aida, bei der die Chorsänger im Publikum sitzen: Der Regisseur Benedikt von Peter ist durch die Auflösung der üblichen Zentralperspektive und radikale Raumkonzeptionen bekannt geworden. Er hat unter anderem an den Opernhäusern in Heidelberg, Basel, Berlin (Komische und Deutsche Oper), Hannover und Frankfurt gearbeitet. Seine Produktionen werden kontrovers diskutiert, hoch gelobt aber gelegentlich auch ungewöhnlich scharf kritisiert. Von Peter hat sich gegen eine Karriere als reisender Gastregisseur entschieden und früh Leitungsverantwortung übernommen. Von 2012 bis 2015 war er Operndirektor in Bremen, seit der aktuellen Spielzeit amtiert er als Intendant am Luzerner Theater, einem Drei-Sparten-Haus. Ich habe mich in Berlin mit ihm zum Gespräch getroffen.


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... studierte Literatur- und Musikwissenschaften und arbeitet als freier Dramaturg und Journalist unter anderem für den Tagesspiegel.