Johanna Soller startete von Bayern aus eine Karriere als Dirigentin, Cembalistin, Organistin und Hochschullehrerin, mittlerweile hat ihr exzellenter Ruf sie bis in den hohen Norden getragen: Die Nederlandse Bachvereniging (Netherlands Bach Society / NBS) hat sie zum 1. Mai 2025 zu ihrer künstlerischen Leiterin gewählt. Zukünftige Gastdirigate führen sie unter anderem zum Orchestra of the Age of Enlightenment, dem B’Rock Orchester, dem Dunedin Consort, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, dem Antwerp Symphony Orchestra, zur Kammerakademie Potsdam und an die Opera North.

Seit der Saison 23/24 ist Johanna Soller künstlerische Leiterin des Münchener Bach-Chors und Bach-Orchesters und hat mit ihrem Barockensemble capella sollertia Furore gemacht. Die capella sollertia hat eine Weltersteinspielung von 18 Kantaten Johann Ludwig Bachs realisiert, die Aufnahme wird 2026 beim Label Ricercar erscheinen. Der Bariton Sebastian Myrus fungiert hier in Doppelrolle als Bass-Solist und Herausgeber der Kantaten eines entfernten Bach-Vetters. Seit 2019 führt das Ensemble im Rahmen der Bachkantatenreihe Cantate um 1715 viele dieser Ersteinspielungen und dazu passende Werke Johann Sebastian Bachs und anderer barocker Meister in einem Konzertzyklus mit Literatur auf.

In den neun Jahren, in denen Johanna Soller Hauptorganistin in St. Peter in München war, habe ich oft auf der Orgelempore singend neben ihr gestanden. In der Cantate um 1715 war ich gelegentlich als Solistin und als Schlusschoralsängerin engagiert und konnte so aus der Nähe verfolgen, wie Johanna ihr Wirken rund um JSB und ihr Wirken als maestra al organo/cembalo entfaltet hat. Ich treffe sie zum Gespräch im Pfarrsaal von St. Peter. 


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… (*1972) ist eine in Deutschland geborene Sängerin und Autorin. In ihren Texten verwebt sie die verschiedenen Stränge ihrer Liebe zu Klang, Musik, Poesie und Philosophie. Seit 2021 schreibt sie für VAN. Auf Substack (https://substack.com/@dominikahirschler) veröffentlicht sie vor allem Lyrik und Essays, immer mit ihren eigenen Fotos.