Nicht gerade einfacher geworden, über Falstaff zu lachen in einer Zeit, in der ein moralloser Molch nicht in der Themse und im Spott landet, sondern beispielsweise Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird. Andererseits könnte einen dieser Falstaff natürlich auch anderer, vielleicht bloß vorgestellter Zeiten gemahnen, als Halunkerei und Ritterlichkeit einander nicht ausschlossen: einschließlich der Tatsache, dass hier ein liederlicher Lump eine Niederlage auch akzeptiert, statt alle Regeln zu verbiegen oder gar das Spielbrett des Lebens vom Tisch zu fegen. Sodass man am Ende gemeinsam ein Fest feiern kann: Tutto nel mondo è burla!


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… lebt in Berlin, liebt Musik, schreibt Romane: u.a. ›Beethovn‹ (2020). Zuletzt erschien ›Silence‹. ✉️ KonzertgaengerBerlin@gmail.com