Wolfgang Rihm, Moritz Eggert, Detlev Glanert und Manfred Trojahn komponierten Lieder für ihn – als Neue Musik-Experte würde sich Bariton Hans Christoph Begemann trotzdem nie bezeichnen. Entdeckerwut passe besser – zu seinem Interesse, das sich zwischen 18. Jahrhundert und zeitgenössischer Musik auffächert, das er letztlich aber auf keine Epoche beschränken möchte.Begemanns Aufnahmen von Schubert, Pfitzner und Rihm-Liedern wurden vom Preis der Deutschen Schallplattenkritik, Classica France und der Opernwelt ausgezeichnet. Die New York Times feierte Begemanns Timbre, für die Ersteinspielung der Lieder Erwin Schulhoffs hat er gerade zum zweiten Mal den Preis der Deutschen Schallplattenkritik erhalten.Weil ein Spaziergang in Berlin bei kühlen 6 Grad und Dauerregen kein längeres Interview zulässt, findet unser Gespräch in einem kleinen Hinterhof-Büro in Prenzlauer Berg statt. Hinter FFP2-Masken über den freien Stimmklang zu debattieren, bringt uns zum Lachen. Schnell landen wir bei der Frage, was bzw. wie der ideale Sänger denn sein sollte (ein Medium im Dienst des Ausdrucks, das Klang und Text durch sich hindurchströmen lässt?). Ein Gespräch über Fluch und Segen in keine Schublade zu passen, das richtige Wort-Ton-Verhältnis und warum man Erwin Schulhoff kennen sollte.


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