Ein typisches Deutsche-Grammophon-Stück: Überall bekannt, banal, »eingängig«. In dieser schnuckeligen Klebealbum-Abziehbildchen-Tonart ohne Vorzeichen: a-Moll. »Niccolò Panini.« Die Profis vermeiden dieses Werk – und die »Liebhaberinnen und Liebhaber klassischer Musik« wünschen es sich, wenn es heißt: »Wunschkonzert«. Das Evaluation gewordene Klavierstück. Der Tod, Krankheit und (noch schlimmer) Unmut bringende Vorbote der Neoklassik, das Musikpendant zum Paulo-Coelho-Romänchen im glutennudelnden Hängemattenrhythmus eines durchgeheulten Spätsommers Anno 2002.
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