Gewaltige Distanzen kann man an einem ganz normalen Berliner Konzertsonntagnachmittag zurücklegen: etwa von der nicht ersten, aber ersten bedeutenden Oper der Musikgeschichte direkt rüber zu einem intimen Kammerkonzert mit feiner Gegenwartsmusik von sage und schreibe acht verschiedenen Komponisten. Eine Viertelstunde per S-Bahn und Tram, vom Tiergarten in die Prenzlberger Kastanienallee; nicht nur musikalische Welten. Und doch harmoniert es dann ziemlich gut. Wegen dieser Wahlverwandtschaft, die es erstaunlich oft zwischen früher und zeitgenössischer Musik und deren Interpreten gibt, unter Überspringung des gefräßigen 19. Jahrhunderts? (Warum gibt es diese Verbindung? Vielleicht wegen des reflektierten, präzisen Herangehens an jeweilig erforderliche Spielweisen?)


Jetzt abonnieren, um weiterzulesen.

Unbegrenzter Zugang zu allen aktuellen Artikeln und dem Archiv

VAN als unabhängiges Magazin wird maßgeblich über Abos getragen. Mit Ihrem Abo ermöglichen Sie unsere Arbeit und sichern die Zukunft von VAN.


Sie haben schon ein Abo?

… lebt in Berlin, liebt Musik, schreibt Romane: u.a. ›Beethovn‹ (2020). Zuletzt erschien ›Silence‹. ✉️ KonzertgaengerBerlin@gmail.com