Daniel Stabrawa war 35 Jahre lang Konzertmeister der Berliner Philharmoniker. Nach etwa 1.500 Konzerten allein in Berlin geht er jetzt in Pension. Ein Gespräch über Karajan, Abbado, Rattle und Petrenko, den Berliner Autopiloten und die größten Herausforderungen in der Vermittlung zwischen Dirigent und Orchester.
VAN: Am 29. Mai haben Sie Ihr letztes Konzert als Konzertmeister der Berliner Philharmoniker gespielt. Was haben Sie unmittelbar danach gemacht?
Daniel Stabrawa: Ich habe hinter der Bühne einen kleinen Umtrunk organisiert für die Besetzung, die gespielt hat. Es war das erste Mal seit Beginn der Pandemie, dass wir uns hinter der Bühne, natürlich alle getestet, treffen durften. Das war ein schönes, optimistisches Zeichen, dass es vorangeht. Ich gehe, aber es wird besser.

