Vor drei Jahren feierte das Ensemble Modern sein 40-jähriges Jubiläum – und alle wollten dabei sein: 40 Komponistinnen und Komponisten steuerten zum Festakt in der Frankfurter Alten Oper, der wegen der Corona-Auflagen nur online verfolgt werden konnte, ein eigens komponiertes Geburtstagsständchen bei: von Brian Ferneyhough und Ennio Morricone über Olga Neuwirth und George Benjamin bis zu Chikage Imai und Saed Haddad – allesamt Komponist:innen, die ihre Werke seit vielen Jahren und Jahrzehnten beim Ensemble Modern in guten Händen wissen. Kaum ein anderes Ensemble könnte sich mit einem so vielfältigen wie illustren Wunschkonzert selbst beschenken. »Es ist wichtig, dass man unterschiedliche künstlerische Partner hat«, erzählt mir Christian Fausch, seit sieben Jahren Künstlerischer Manager des Ensembles. »Dadurch wird man konfrontiert mit Positionen, die man noch nicht kennt, oder die man meint zu kennen und dann ganz neu erforschen kann.« 

Christian Fausch • Foto © Wonge Bergmann

VAN: Sie haben zunächst in Basel Cello studiert und das Studium auch mit dem ›Konzertreifediplom‹ abgeschlossen. Wie entstand Ihr Interesse am Management?

Christian Fausch: Mich hat dieser schmale Grat zwischen der künstlerischen Produktion auf der Bühne und all dem, was dahinter passiert, schon immer interessiert. Ich habe als Cellist im Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester in der Organisation mitgewirkt, später war ich in die Gründung eines Kammerorchesters in der Westschweiz involviert. Nach dem Konzertexamen wollte ich es genauer wissen, habe Kulturmanagement studiert und mir parallel meine Brötchen als Cellist verdient.


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... ist Gründer und Herausgeber von VAN. ✉️ hartmut@van-verlag.com