Man hört manchmal desillusionierende Geschichten aus großen Symphonieorchestern oder führt nette Zufallsgespräche mit diesem oder jenem Hinterbänkler, da kann es einem mitunter deprimiert den Rücken runterlaufen: Kunstdienst nach Vorschrift, strikte Beschränkung aufs eigene Handwerk. Was wollen solche Fachleute von der Musik? Über den eigenen technischen Spezialbereich hinaus null Interesse am Musikleben (und der Welt im Allgemeinen), mal ehrlich, haben die Musen dafür die Künste erfunden? Zum Glück aber gibt es, jawohl, auch das pure, leidenschaftliche Gegenteil. Die kammermusikalischen Reihen großer Orchester etwa, in denen manche Musiker erst allerechteste Erfüllung finden, bereichern nicht nur das Musizieren im großen Kollektiv, sondern auch das Publikum: allein schon, weil aus dem weiten Ensemblepool verquere Besetzungen möglich werden, die sich sonst außerhalb von Musik(hoch)schulen schwer realisieren lassen.
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