Breite Wege, weite Sicht, wenig Barrieren, frische Luft, Grün statt Autoverkehr und darum weniger Lärm und Feinstaubbelastung als in angrenzenden Quartieren, freier Eintritt, Raum für Sportarten wie Kitesurfen, Spikeball, Slackline oder Jam-Skating, wilde Gärten … Das Tempelhofer Feld ist ein Ort der urbanen Freiheit. Und außerdem ein Experiment im fragilen Zusammenspiel zwischen den Bedürfnissen von Großstadtmenschen und Natur: Die in Deutschland als gefährdet eingestufte Feldlerche brütet hier noch bis in den Juli, in etwa 200 Nestern im Gras (eine Populationsdichte wie sonst nur an der Nordsee). Gerade während der Pandemie ist das 303 Hektar große ehemalige Flughafengelände für viele ein Ort des Durchatmens und Ausbruchs aus der sozial distanzierten Enge der eigenen vier Wände, der Begegnungen und Erlebnisse jenseits jeder Verwertungslogik möglich macht – normalerweise.
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