Breite Wege, weite Sicht, wenig Barrieren, frische Luft, Grün statt Autoverkehr und darum weniger Lärm und Feinstaubbelastung als in angrenzenden Quartieren, freier Eintritt, Raum für Sportarten wie Kitesurfen, Spikeball, Slackline oder Jam-Skating, wilde Gärten … Das Tempelhofer Feld ist ein Ort der urbanen Freiheit. Und außerdem ein Experiment im fragilen Zusammenspiel zwischen den Bedürfnissen von Großstadtmenschen und Natur: Die in Deutschland als gefährdet eingestufte Feldlerche brütet hier noch bis in den Juli, in etwa 200 Nestern im Gras (eine Populationsdichte wie sonst nur an der Nordsee). Gerade während der Pandemie ist das 303 Hektar große ehemalige Flughafengelände für viele ein Ort des Durchatmens und Ausbruchs aus der sozial distanzierten Enge der eigenen vier Wände, der Begegnungen und Erlebnisse jenseits jeder Verwertungslogik möglich macht – normalerweise.


Jetzt abonnieren, um weiterzulesen.

Unbegrenzter Zugang zu allen aktuellen Artikeln und dem Archiv

VAN als unabhängiges Magazin wird maßgeblich über Abos getragen. Mit Ihrem Abo ermöglichen Sie unsere Arbeit und sichern die Zukunft von VAN.


Sie haben schon ein Abo?

... machte in Köln eine Ausbildung zur Tontechnikerin und arbeitete unter anderem für WDR3 und die Sendung mit der Maus. Nach einem Schulmusik- und Geschichtsstudium in Berlin und Bukarest gibt sie Seminare in Musikwissenschaft und Musikjournalismus und ist Redakteurin bei VAN. merle@van-verlag.com

... ist Herausgeber von VAN. Er studierte Development Studies, Ethnologie und Asienwissenschaften in Berlin, Seoul, Edinburgh und an der London School of Economics und arbeitete im Anschluss zehn Jahre als Berater in Projekten der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. 2014 gründete er mit Ingmar Bornholz den VAN Verlag, wo er auch als Geschäftsführer fungiert. hartmut@van-verlag.com