Das berühmte blaue Licht der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche reicht nicht bis hierhin, bis in das fensterlose Kabuff des Dirigenten Achim Zimmermann. Er sitzt am Schreibtisch im Untergeschoss, umgeben von Noten, Noten, Noten. Im Oktober feiert man in dieser Kirche ein ganz besonderes Jubiläum: Seit 75 Jahren werden in Berlin beständig Bach-Kantaten aufgeführt. Zuerst jede Woche eine, dann alle zwei Wochen. So ist es bis heute – mit Ausnahme der großen Ferien. Zwanzig von diesen 75 Jahren hat der ehemalige Kruzianer Zimmermann dirigiert – an der Spitze seines Bach-Chors, in der Gedächtniskirche. Der Chor ist kein Profichor, brennt aber für den Namensgeber. Wie ist das an der Seite von Johann Sebastian, im Dienste seiner Kantaten? Warum sind Choräle das Größte? Und was ist jetzt mit Darmsaiten? Ein Gespräch mit Zimmermann zum Jubiläum.


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... arbeitet als Redakteurin bei der Religionsbeilage der ZEIT, Christ & Welt. Ausgebildet wurde sie an der Henri-Nannen-Schule. Falls es mit dem Geigenspiel nicht klappt, möchte sie auf Oboe umsteigen.