Eher als legendäre Opernsängerin denn als Komponistin – sowie durch Werner Schroeters Film Der Tod der Maria Malibran (1971) – ist uns die am 24. März 1808 in Paris geborene Maria de la Felicidad García bekannt. Sie entstammt aus einer berühmten Opernfamilie, über die hier an Ort und Stelle schon einmal – anlässlich der Schwester Maria Malibrans: Pauline Viardot-García – die Rede war. Folgerichtig wurde Vater Manuel García ihr Gesangslehrer in frühen Jahren, der – wie berichtet wird – als »extrem strenger« musikalischer Erzieher galt. Die Familie pflegte eine enge ästhetische wie aufführungspraktische Beziehung zum Opernoeuvre Rossinis – und demgemäß waren Rossinis Arien zentraler Lehrgegenstand im Hause García. Neben Paris hielt man sich häufig für viele Monate an Gastspielorten in Italien auf – und kehrte erst dauerhaft in die französische Hauptstadt zurück als Maria García 14 Jahre alt war. Vater Manuel veranstaltete hier eine regelmäßige musikalische Soiree, mittels der seine sängerisch hochbegabte Tochter – sozusagen in den »geschützten« Experimentierzonen des bürgerlichen Kultursalons – frühe Konzerterfahrungen sammeln konnte.


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... ist Konzertveranstalter, Moderator, Komponist und Pianist. Er gestaltet innovative Konzertformate, arbeitet als Musik-Satiriker, schreibt Stücke für Solist:innen und Ensembles und Texte für VAN, die Wiener Philharmoniker, die New York Philharmonics und die Bamberger Symphoniker. 2019 war er als Schauspieler an der Volksbühne zu erleben.