Nach Ende des Koreakrieges musste sich das bodenschatzarme Südkorea mit großen Mühen dem Aufbau des Landes widmen. Südkoreas Präsident Syngman Rhee ließ 1952 viele Oppositionelle verhaften, betrieb Misswirtschaft und justierte 1956 mittels einer Verfassungsänderung die Gesetzeslage zu seinen Gunsten derart, dass ihm fortan prinzipiell unbegrenzt viele weitere Amtszeiten möglich gewesen wären. Man erinnert sich an das Gehabe von Wladimir Putin in unseren Tagen.
Nach massiven Demonstrationen gegen den autokratischen Führungsstil von Präsident Rhee trat dieser im April 1960 zurück und flüchtete ins Exil nach Hawaii. Der Übergangsregierung, die sich wieder um eine demokratischere Politik bemühte, gelang es nicht, die wirtschaftliche Misere zu beenden. Und am 16. Mai 1961 putschte sich schließlich das Militär unter Führung des Generals Park Chung-hee an die Macht.

