Im Dezember 1865 hatte man in den USA den 13. Verfassungszusatz eingeführt, der Sklaverei verbot. Gleichzeitig folgte ein Zustand faktischer Rechtlosigkeit von People of Colour, der in eine »Zweite Sklaverei« mündete. Und unter den Augen der deutschen Kolonialbeamten wurde Sklaverei und Sklavenhandel bis ins 20. Jahrhundert weiter praktiziert. Lediglich Verordnungen (keine Reichsgesetze) der Kolonialadministration konnten regulierend eingreifen. Erst mit dem 31. Dezember 1904 waren neu geborene Sklavenkinder automatisch frei, was zu einem stetigen Rückgang der Sklaverei führte. Auch stellte die deutsche Kolonialbürokratie zunehmend »Freibriefe« aus, die entflohenen Sklavinnen und Sklaven die Freiheit gab.
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