Dass die Arbeitsbedingungen in den deutschen Theater- und Opernhäusern nur wenig mit dem schillernden Glanz ihrer Bühnenutopien zu tun haben, ist schon lange bekannt – ob durch die Wellen, die vor knapp zwei Jahren Thomas Schmidts Studie zu Machtstrukturen und Arbeitsrealität auslöste (für VAN fasste er die Ergebnisse zusammen) oder die Binse, wenn man ins Theater gehe, könne man davon ausgehen, dass die Menschen an der Kasse besser bezahlt werden als die auf der Bühne. Übliche Standards wie Arbeitszeiterfassung, Kündigungsschutz bei Krankheit oder Schwangerschaft und die üblichen Regelungen zur sachgrundlosen Befristung gelten für die meisten Theaterberufe nach wie vor nicht, dafür aber Verpflichtungen zur ständigen Erreichbarkeit (auch an Urlaubstagen) und die kurzfristige Bekanntgabe von Arbeitszeiten durch Anschlag am Vortag.


Jetzt abonnieren, um weiterzulesen.

Unbegrenzter Zugang zu allen aktuellen Artikeln und dem Archiv

VAN als unabhängiges Magazin wird maßgeblich über Abos getragen. Mit Ihrem Abo ermöglichen Sie unsere Arbeit und sichern die Zukunft von VAN.


Sie haben schon ein Abo?