Cerignola (Provinz Foggia) liegt gewissermaßen ganz am hinteren oberen Ende vom »Absatz« des »Stiefels« Italiens. Hier, in der Region Apulien, wurde am 23. März 1934 Teresa Procaccini geboren. Offenbar führten frühe musikalische Wege in die Kirche – vom unteren Kirchenschiff auf die Empore, an die Orgelbank; und das in Italien, einem Land mit zwar großer Kirchengründungsgeschichte, in dem die Pflege von Orgelinstrumenten jedoch bei Weitem nicht die Bedeutung wie im deutschsprachigen Raum hat. Alle Orgelspielenden, die sich bei Italienreisen mal spontan an eine zufällig aufgesuchte Orgel gesetzt haben, werden schon einmal die Erfahrung ungläubigen Erstaunens gemacht haben – angesichts völlig verstimmter, vielleicht auch durch Verschleiß unstimmbar gewordener, tastenhaltspezifisch schier aus der Fassung fallender Instrumente. An so einem Instrument spielte Procaccinis Orgellehrer Fernando Germani (1906–1998) sicher nicht. Er war ein sehr bekannter Organist; ein Organist, der mit acht Jahren Schüler von Ottorino Respighi geworden war – und folglich auch komponierte! Orgelspielen bedeutet auch immer: Improvisieren! Und so erscheint es als durchaus möglich, dass auch kompositorische Aspekte beim Orgelunterricht Procaccinis eine Rolle spielten.


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... ist Konzertveranstalter, Moderator, Komponist und Pianist. Er gestaltet innovative Konzertformate, arbeitet als Musik-Satiriker, schreibt Stücke für Solist:innen und Ensembles und Texte für VAN, die Wiener Philharmoniker, die New York Philharmonics und die Bamberger Symphoniker. 2019 war er als Schauspieler an der Volksbühne zu erleben.