»Wir kommen an den Punkt, wo es schwierig wird, dem Ensemble noch genügend zu tun zu geben«, sagt Wolfgang Berthold gegenüber VAN. Die Rede ist von dem immerhin 9-köpfigen Sängerensemble des Theaters Vorpommern, dem Berthold seit der Spielzeit 21/22 als Operndirektor und Chefregisseur vorsteht. Das Theater Vorpommern bespielt drei Standorte in Stralsund, Greifswald und Putbus mit Oper, Schauspiel und Ballett. Hinzu kommen Probebühnen, Werkstätten und Lagerräume. Die Betriebskosten all dieser Gebäude haben sich durch die Energiekrise gut und gerne vervierfacht, schätzt Berthold. Die Theaterleitung hat deshalb in den sauren Apfel gebissen und den Spielplan aller drei Sparten für die kommende Saison stark ausgedünnt. Für das Musiktheater bedeutet das, dass anstatt der üblichen vier Neuproduktionen im nächsten Jahr nur noch drei auf dem Programm stehen. Ersatzweise gibt es eine Operngala –  ohne Bühnenausstattung und Inszenierung. Und Gäste, sowohl Sänger als auch Regisseure, können dann auch kaum noch eingeladen werden. Das Haus schmort zunehmend im eigenen Saft.


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… lebt in Berlin und arbeitet als freischaffende Sängerin und Musikjournalistin (u.a. für Opernwelt, Crescendo, TAZ).