Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig erinnert – dem (furchtbaren) Namen gemäß – an eine Schlacht im Oktober 1813, während der russische, preußische, österreichische und schwedische Soldaten auf die napoleonischen Truppen Frankreichs trafen. Über eine halbe Million von ihnen kämpften damals in Leipzig und trugen auf diese Weise die bis dato größte militärische Auseinandersetzung vor den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts aus. Zum 100. Jahrestag des Krieges errichtete man 1913 in Leipzig das fast 100 Meter hohe Völkerschlachtdenkmal. Dem Sieg im Deutsch-Französischen Krieg 1871 gedachte man in Leipzig von 1888 an mittels des Siegesdenkmals auf der Höhe des Alten Rathauses. Im Zweiten Weltkrieg überraschenderweise unbeschädigt, wurde es 1946 auf Anraten und Beschluss der SPD – wegen seiner »Versinnbildlichung des Militarismus« – abgebaut und schließlich eingeschmolzen.
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