Als das vorletzte von vier Kindern wurde Grażyna Bacewicz am 5. Februar 1909 im polnischen Lodz geboren. Grażynas Mutter Maria entstammte einer polnischen Adelsfamilie und hatte einen litauischen Musiklehrer geheiratet. Im Hause Bacewicz wurde folglich eifrig und regelmäßig musiziert, alle Kinder genossen Unterweisungen im Klavier- und Geigespiel – und wurden zudem auf Geheiß des Vaters in Musiktheorie unterrichtet. Zwei von Grażynas Brüdern wurden Komponisten, der andere Pianist. Vater Vincas – sein ursprünglich litauischer Familienname lautete Bacevičius – arbeitete zwar als klavierspielender Musikpädagoge, Dirigent und Komponist, gelangte aber nie über eine regionale Bekanntheit hinaus. Seine Tochter Grażyna zeigte anlässlich der väterlichen Vermittlungsstudien früh großes Interesse und Talent bei dem Verfertigen eigener Kompositionen, was zu entsprechenden Unterrichtsstunden bei Kazimierz Sikorski (1895–1986) führte. Sikorski lehrte seit 1926 als Kompositionsprofessor am Konservatorium in Poznań (Posen), trat jedoch als Künstler mit seiner postwagnerschen Spätromantik nicht weiter prominent in Erscheinung.
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