Nach dem Baselitz-Parsifal in München gibt es wenige Wochen später einen Rauch-Lohengrin in Bayreuth, ebenfalls mit exquisiten Zutaten. Wie ist die Verbindung von Malerei und Wagner-Oper diesmal gelungen?
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Lohengrin, der zur Rettung Elsas zu den Brabantern gekommene Held, möchte inkognito bleiben, um als Mensch um seines Wesens und seiner Taten willen geliebt zu werden, jedoch nicht wegen seiner Herkunft und seines Namens. Das widerspricht diametral den Economics of Superstars im Opernbetrieb, bei der große Namen die begehrten Zugpferde sind. Waren seinerzeit neben Neo Rauch als Ausstatter noch Roberto Alagna und Anna Netrebko von den Bayreuther Festspielen angekündigt worden, zerbröckelte der Superstarcast nach und nach; auch Regisseur Alvis Hermanis, der durch Aussagen zur deutschen Flüchtlingspolitik für Schlagzeilen gesorgt hatte, sagte vor eineinhalb Jahren ab. Als klangvoller Ersatz konnten immerhin Anja Harteros und last minute Piotr Beczała verpflichtet werden, bei der Regie fiel die Wahl auf den jungen Amerikaner Yuval Sharon (und Netrebko gibt ihr Bayreuth-Debüt nun wohl 2019, wie kürzlich vermeldet wurde).

