Florence Price ist heute noch lange nicht so bekannt und viel gespielt, wie sie verdient hätte, aber sie ist zumindest auf einem ganz guten Weg dorthin. Seit den 1970er Jahren haben sich Musikwissenschaftler:innen wie Barbara Garvey Jackson, Rae Linda Brown und Helen Walker-Hill ohne großes Aufsehen der Musik von Price gewidmet und sich für sie eingesetzt. Die Entdeckung vergessener Manuskripte in einem verfallenen Haus im Jahr 2009 rettete einige ihrer Werke vor dem Verschwinden und bereitete den Boden für das aktuelle Price-Revival. Sowohl 2022 als auch 2023 wurden Alben mit Musik von Price mit Grammys ausgezeichnet; eine 2022 von der Organisation Donne durchgeführte Umfrage unter 111 Orchestern auf fünf Kontinenten ergab, dass Price die weltweit meistgespielte Komponistin ist. Als der Musikverlag G. Schirmer 2018 bekannt gab, dass er die Exklusivrechte am Gesamtwerk von Florence Price erworben habe, schien das ein Wendepunkt für das Vermächtnis der Komponistin und den Ruf des Verlags zu sein.


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… wurde schon einmal als »sowohl sympathisch als auch wahnsinnig talentiert« beschrieben. Sie ist Pianistin und lebt in Los Angeles.