Am letzten Montag um kurz vor neun lief auf WDR 3 Franz Schuberts Lied Auf dem Wasser zu singen. Es war das passende Musikstück, um sich an diesem arktischen Flockdown-Morgen in NRW für dreieinhalb Minuten an einen besseren Ort zu sehnen: Ach, auf der Freude sanftschimmernden Wellen | Gleitet die Seele dahin wie der Kahn. Der Text des Liedes blieb allerdings stumm – gespielt wurde die Klavierfassung von Franz Liszt. Bis auf Weiteres werden die morgendlichen Hörer:innen des Kulturmagazins Mosaik auch auf alle anderen gesungenen Lieder von Franz Schubert verzichten müssen. Ebenso auf Chormusik, Oper, Operetten, Jazz… Die lägen ab sofort »im Giftschrank«, wie es ein WDR-Mitarbeiter ausdrückt.
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