Durch den Vorhang I: Aha-Erlebnisse
Mein erster Lutosławski war ein Aha-Erlebnis: Ich hatte gerade begonnen, gelegentlich in Konzerte mit sogenannter moderner Musik zu gehen – ohne musikwissenschaftliches Spezialwissen, ohne kultische Verehrung dieses großen N in Neuer Musik. Nur mit offenen Ohren. Konversation mit der Musik statt Konversion. Einfach zuhören. Aber leichter gesagt als geschafft. Ich hörte öfter Nachkriegs-Avantgarde, sozusagen Donaueschinger Barock und Darmstädter Klassik, Serialistisches, Durchdeterminiertes. Boulez, Stockhausen, Nono, die berühmten Namen halt. Doch meine Ohren blieben oft verschlossen.
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