Gleich zwei mächtigen Meeressäugern finden sich hier Musik und Bühne gegenüber: Da ist zum einen der zugrundeliegende, 1989 auf Ungarisch erschienene Roman Melancholie des Widerstands von László Krasznahorkai, einem Schriftsteller von Weltrang, wie man so sagt. Und zum anderen der nach demselben Buch entstandene Béla-Tarr-Film Die Werckmeisterschen Harmonien, der auf der BBC-Liste der 100 bedeutendsten Filme des 21. Jahrhunderts steht. Die Musik des französischen Komponisten Marc-André Dalbavie und die Inszenierung von David Marton müssten also sowohl Krasznahorkais herausfordernder, schillernder Wortsprache als auch der hypnotischen, stillen Bildsprache von Tarr sehr Starkes, Eigenes entgegensetzen, um als eigenes Werk wirklich bestehen zu können.
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