Als wär nicht alles schon schlimm genug: Der kulturelle Kahlschlag in Berlin könnte für die musikalische Zukunft der Stadt langfristig womöglich drastischere Folgen haben als bisher befürchtet – das zumindest zeichnet sich in Gesprächen mit der Universität der Künste Berlin (UdK) und der Hochschule für Musik Hanns Eisler ab. Auch den Berliner Hochschulen stehen laut Nachtragshaushalt für 2025 etwa 106,7 Millionen Euro weniger als ursprünglich geplant für Forschung und Lehre zur Verfügung. Für die folgenden Jahre sind weitere Einsparungen vorgeschrieben: 81 Millionen weniger hat das Ressort Gesundheit und Wissenschaft, aus dem sich auch der Etat der Hochschulen speist, in 2026 und nochmals 84 Millionen weniger im Jahr 2027. Laut RBB stehen die finalen Einsparsummen erst fest, wenn die Hochschulverträge neu verhandelt sind. Damit ist erst Mitte des Jahres zu rechnen. Bis dahin gelte für die Hochschulen eine Ausgabensperre von acht Prozent. An den Hochschulen regen sich verständlicherweise Proteste – unter anderem haben Studierende der UdK Anfang Februar einen Teil der Fassade des Gebäudes mit schwarzem Stoff verhüllt.


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… schreibt als freiberufliche Musikjournalistin unter anderem für die Zeit, den WDR und den SWR. Nach dem Musikstudium mit Hauptfach Orgel und dem Master in Musikjournalismus promoviert sie am Institut für Journalistik der TU Dortmund im Bereich der Feuilletonforschung.