Giacomo Puccini rauchte zu viele Zigaretten. Und zwar schon als Teenager. Als Jugendlicher klaute er einmal Orgelpfeifen, um sie an einen Metallhändler zu verkaufen, um dafür wiederum Geld für den Zigarettenkonsum zu haben. Doch Rauchen ist ungesund. Und so starb Puccini mit 66 Jahren in Brüssel an Kehlkopfkrebs. Kollege Franco Alfano musste Puccinis brutale Märchenoper vollenden. Arturo Toscanini war damit nicht zufrieden – und komponierte Alfanos Variante, die sich an Worten (Puccinis) und Skizzen zu dem Finale der Oper orientiert hatte, wiederum um. Für die neue Turandot-Inszenierung an der Wiener Staatsoper entschied sich Regisseur Claus Guth für den ursprünglichen Alfano-Schluss – und damit auch gegen die von Luciano Berio 2002 stammende, ästhetisierende, flirrende aber auch irgendwie narzisstische Variante.
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