Mit seinem Sieben-Opern-Zyklus LICHT wollte Karlheinz Stockhausen, der Gesamtkunstwerker aus Kürten, den Kollegen Wagner sozusagen kosmisch umrunden. Noch mehr Teile, noch mehr Stunden (25 bis 30), und Wagner hatte natürlich auch keine Synthesizer und Elektronikzuspielungen. Hierzulande machen die Opernhäuser um das Riesenprojekt einen Bogen, es ist megaloman aufwändig, vom Meister genauestens festgelegt und noch achtzehn Jahre nach dessen Tod von der Stockhausen-Stiftung streng bewacht. In Köln gab es 2011 immerhin einen SONNTAG aus LICHT, sogar von der BILD-Zeitung damals als »irre Super-Oper« gefeiert. In Basel hat 2016 Lydia Steier DONNERSTAG gemacht, doch das Gesamtopus wartet noch auf seine Realisierung.
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