Gerade in so vergifteten Zeiten wie jetzt ist der Sänger Klaus Florian Vogt für mich, bitte um Nachsicht, so etwas wie die Angela Merkel des Klassiklebens: Wir kennen ihn; und wo er auftaucht, ist für einen Moment alles wieder gut. So auch, wenn er im Konzerthaus Berlin gemeinsam mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin einen wohltuenden Abend lang das Werk Richard Wagners durcheilt. Im Hopserlauf quasi, durchsprenkelt noch mit einem Stückerl Freischütz sowie ein bisserl Franz Lehár zum Abschluss (inklusive der schon vorher ahnbaren Zugabe Dein ist mein ganzes Herz, die Vogt innig, aber gänzlich rudolfschock-entschmalzt darbringen wird).


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… lebt in Berlin, liebt Musik, schreibt Romane: u.a. ›Beethovn‹ (2020). Zuletzt erschien ›Silence‹. ✉️ KonzertgaengerBerlin@gmail.com