Christian Tetzlaff sagt wegen Trumps Russland- und Innenpolitik USA-Tournee ab
»Ich fühlte mich wie ein Kind, das einen Horrorfilm guckt«, beschreibt Christian Tetzlaff gegenüber der New York Times seinen letzten Besuch in den USA (Mitte Februar war er mit Sibelius’ Violinkonzert beim Chicago Symphony Orchestra zu Gast). Der Geiger zeigt sich schockiert von Trumps russlandfreundlicher Außenpolitik, die der Ukraine in den Rücken fällt, den radikalen Kürzungen im öffentlichen Sektor und der Beschneidung der Rechte der US-Bürger:innen mit Transidentität.
Gegenüber der New York Times gibt er jetzt bekannt, seine acht anstehenden Konzerte in den USA, unter anderem in der New Yorker Carnegie Hall, abzusagen. »Ich zahle 32 Prozent Steuern auf jedes Konzert, das ich in den USA gebe. Das geht im Moment an einen Staat, der teilweise schreckliche Dinge mit dem Geld macht.« Sich zu beschweren und gleichzeitig zu sagen: »Ich nehme mein Geld und gehe nach Hause«, sei dabei keine für ihn akzeptabler Weg. Auch in China und Russland gibt Tetzlaff keine Konzerte.

