Sonnenschein, rauschende Blätter, zeternde Vögel, eine Gruppe Jugendlicher, die kreischend Zweifelderball spielen, und mittendrin sitzen Nina Gurol und ich. Ihr Handwerk gelernt hat die Pianistin, geboren 1997, unter anderem bei Tamara Stefanovich, Pierre-Laurent Aimard und Maria João Pires sowie im Studium bei Gesa Lücker. Als Solistin und Kammermusikerin tourt sie sowohl international als auch regional auf Festivals wie ACHT BRÜCKEN in Köln, dem Bachfest Leipzig oder dem Klavierfestival Ruhr und arbeitet mit Komponist:innen wie York Höller zusammen. Außerdem kuratiert sie Konzerte, unter anderem bei den Weilburger Schlosskonzerten oder in Hamburg bei TONALi.
2019 machte Nina Gurol neben Klavierstudium und Auftritten eine einjährige Schulung zur Sterbebegleiterin, mittlerweile ist sie Teil des Vorstands des Hospiz Leverkusen e.V und in diesem Rahmen für neue Medien und kunstsoziale Projekte zuständig. Häufig ist auch das Musizieren für die oder mit den Sterbenden Teil dieser Begleitungen. Gleichzeitig fließt das Thema Tod auch mehr und mehr in ihre künstlerische Arbeit ein, in die Kuration öffentlicher Konzerte oder in Musikvermittlungsprojekte.
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