Seit anderthalb Wochen läuft die Fußball-WM in Katar. Noch nie zuvor wurde über ein internationales Sportevent in Deutschland so negativ berichtet. In Medien und Sozialen Netzwerken wird Katar für seinen Umgang mit Wanderarbeitern, der LGBTQ-Gemeinschaft und Frauen hart kritisiert. In die Kritik mischen sich dabei auch kulturelle Ressentiments und ein grundlegendes Unverständnis – oder Desinteresse – gegenüber arabischer Kultur. Wir haben uns mit dem Politologen und Katar-Experten Nicolas Fromm von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg über fehlende Nuancen in der Berichterstattung, den Wandel in Katar und Kulturaustausch als Artwashing unterhalten. Fromms Buchporträt Katar. Sand, Geld und Spiele ist im Juli bei C.H.Beck erschienen.
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