Nach einem bequemen halben Jahr Reiseflug setzte die Landesonde der Atlas-V-Trägerrakete der NASA den Mars-Rover »Perseverance« am Abend des 18. Februar 2021 mitteleuropäischer Zeit auf unserem nächstgelegenen Planeten ab. Viele Menschen weltweit verfolgten die Berichte rund um das komplizierte Landemanöver. Unter anderem wird Perseverance kleine Gesteinsproben vom Mars aufsammeln, mit deren Eintreffen auf der Erde die Forscher:innen allerdings erst im Jahr 2031 rechnen können. Da bleiben also genug Raum und Zeit zum Nachdenken über deren Dimensionen, Bestaunen der Technik, eigenen Überprüfen astronomischer Kenntnisse… Der richtige Anlass für eine gepfeffert nerdige Playlist zur Mars-Rover-Landung. Zum Weghören und Genießen.
Paul McCartney (*1942)Hope of Deliverance (1992)
1993 veröffentlichte Paul McCartney sein Album Off the Ground. Der lateinamerikanisch angehauchte, emotional beteiligte und dennoch weg-atembare Song Hope of Deliverance von der Platte machte seine Reise um die Erdkugel. Niedrigschwellig, wie die Gitarre zwei einfachste Harmoniewechsel (für Insider:innen: Tonika-Tonikaparallele-Tonika) zu Beginn bringt – und dann geht es auch schon los. Die gitarristische Nachspielbarkeitshoffnung aller Nicht-Paul-McCartneys schwingt mit. »Ich werde es verstehen, eines Tages, irgendwann.« Das passt, denn die vermutete Wissenschaftswertigkeit der in vielleicht zehn Jahren eintreffenden Steinkrümelchen fremder Marsianer:innen, ja, die ganze Mars-Rover-Mission: All das ist komplex – und auf die Zukunft ausgerichtet. Letztlich lässt sich aber der sonst so unwirtliche Missionsname – »Perseverance« (»Beharrlichkeit«) – auch prima für das Wort »Deliverance« (»Befreiung«) einsetzen. Und jetzt alle: »Hope of Perseverance / Hope of Perseverance / Hope of Perseverance / From the darkness that surrounds us…«

