Am 20. Februar gibt Marin Alsop ihr Debüt am Pult der Berliner Philharmoniker mit einer Uraufführung von Outi Tarkiainen sowie Stücken von Brett Dean, Aaron Copland und Heitor Villa-Lobos zu den Themen Natur und Klimawandel – eine Zusammenarbeit, die herausfordernd werden könnte: Alsop, die John Adams einmal als »bescheidene, großzügige und sogar zurückhaltende Persönlichkeit« beschrieb, wird auf ein Ensemble treffen, das für sein Selbstbewusstsein bekannt ist. Ich sprach mit ihr über die Vorbereitung auf die Philharmoniker, den finanziellen Druck, der auf ihrem Radio-Symphonieorchester Wien lastet, und die Kunst, bei Proben den Raum zu lesen.
VAN: Wie laufen die Vorbereitungen auf Ihr Debüt bei den Berliner Philharmonikern?
Marin Alsop: Gut. Ich habe gerade erst zwei der Stücke hier in Wien dirigiert. Appalachian Spring von Copland mache ich ziemlich häufig, aber Brett Deans Fire Music habe ich seit über einem Jahrzehnt nicht mehr dirigiert, also war es schön, das wieder in die Hände zu bekommen. Und ich freue mich auf das neue Stück. Ich habe mit Tarkiainen gezoomt und das Gefühl, dass ich das im Griff habe. Sag niemals nie – aber ich hoffe, es sitzt alles.

