»Die Zeiten ändern sich, die Zeiten haben sich geändert. Es ist mittlerweile einfach so, dass mein Verständnis von Kultur und dem Kulturauftrag ein anderes ist als das von WDR 3. Und so ist es nur logisch, dass ich meinen Platz räume.« So verabschiedete sich am Dienstag Mittag WDR 3-Moderator Kalle Burmester von den Zuhörern des ›Klassik Forum‹. Der Abschied nach fast 26 Jahren tue »verdammt weh«. Dann spielte er Bill Evans‘ Turn Out the Stars. Es ist der jüngste, aber nicht der letzte personelle Aderlass im Zuge der Programmreformen, die derzeit bei den Kulturwellen des WDR und des rbb umgesetzt werden. Auch andere langjährige Moderator:innen haben intern ihren Abschied angekündigt. Dass die Programmverantwortlichen ihnen dabei viele Tränen nachweinen, daran glaubt kaum jemand. Zu deutlich hat man ihnen in den letzten Monaten zu verstehen gegeben, dass ihr Stil und Anspruch nicht mehr zu den neuen »Direktiven«, wie sie senderintern heißen, passen. Und auch, dass die, die sich nicht anpassen wollen, fliegen. Einige gehen da lieber von sich aus.


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... ist Herausgeber von VAN. Er studierte Development Studies, Ethnologie und Asienwissenschaften in Berlin, Seoul, Edinburgh und an der London School of Economics und arbeitete im Anschluss zehn Jahre als Berater in Projekten der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. 2014 gründete er mit Ingmar Bornholz den VAN Verlag, wo er auch als Geschäftsführer fungiert. hartmut@van-verlag.com