Vor über 40 Jahren gründete Karsten Witt mit der Jungen Deutschen Philharmonie das erste Studentenorchester Deutschlands. Es wurde die Keimzelle für Ensembles wie das Ensemble Modern, die Deutsche Kammerphilharmonie oder das Freiburger Barockorchester, die neue Formen der Aufführungspraxis und Selbstverwaltung erkundeten und unbekannte Repertoirewege erschlossen. In dieser so genannten »Freien Szene« wurden jene Innovationen erprobt, für die die Strukturen und Pfadabhängigkeiten der etablierten Orchester oft zu schwerfällig waren – oder sind. Nach Stationen unter anderem beim Wiener Konzerthaus, bei der Deutschen Grammophon und beim Londoner Southbank Centre gründete Witt 2004 die Künstleragentur Karsten Witt Musik Management GmbH, die heute neben Dirigenten, Solisten und Ensembles vor allem eine ganze Reihe international erfolgreicher zeitgenössischer Komponisten wie Toshio Hosokawa, Mark Andre oder Chaya Czernowin vertritt. Wir treffen uns in den Büroräumen im denkmalgeschützten Engelbecken-Hof in Berlin-Kreuzberg, wo Witts Agentur seit 15 Jahren beheimatet ist. Logisch, dass es da erst einmal um die explodierenden Mietpreise in SO36 geht.
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