Mit Programmen voll »amerikanischen Überschwangs« feiert die Junge Deutsche Philharmonie, das erste selbstverwaltete Studentenorchester Deutschlands, in der kommenden Spielzeit ihr 50-jähriges Bestehen. Das Orchester, aus dem unter anderem das Ensemble Modern, die Deutsche Kammerphilharmonie oder das Freiburger Barockorchester hervorgingen, widmet sich dabei Werken von Gershwin, Bolcom und Bernstein, von Julia Wolfe, Julius Eastman, Pauline Oliveros und Caroline Shaw.

VAN: Wie hat sich die Klassikszene in den fünfzig Jahren verändert, seit die Junge Deutsche Philharmonie gegründet wurde?
Dietmar Wiesner: Sie hat sich unter anderem durch die Mitglieder der Jungen Deutschen Philharmonie verändert. Sie sind zum größten Teil in den Berufsorchestern untergekommen und haben die Orchesterlandschaft entscheidend mitgeprägt und verändert.

