Im April veröffentlichte Ian Bostridge sein neuestes Buch über Feinheiten in der Interpretation in der Musik von Monteverdi, Ravel und Britten: Song and Self. A Singer’s Reflections on Music and Performance. Im Mai gab er zusammen mit dem Pianisten Julius Drake im Boulez-Saal in Berlin ein Recital mit Werken von Robert und Clara Schumann, Schubert, Mahler und Hans Werner Henze. Bostridge, der in Geschichte über Hexerei promoviert hat, bevor er seine Gesangskarriere startete, verschränkt seine wissenschaftlich fundierten Erkundungen des Repertoires mit einer unmittelbaren, spontanen Herangehensweise beim Singen selbst – eine Kombination, die oft zu verblüffenden Ergebnissen führt. Ich traf ihn am Nachmittag vor seinem Berliner Auftritt in der Lobby seines Hotels. Wir sprachen über den Sinn von Trigger-Warnungen vor Konzerten, über Programmvielfalt, die schwer zu fassende Definition von Qualität und darüber, was er vom Sänger Tony Bennett gelernt hat.


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... ist seit 2015 Redakteur bei VAN. Sein erstes Buch, The Life and Music of Gérard Grisey: Delirium and Form, erschien 2023. Seine Texte wurden in der New York Times und anderen Medien veröffentlicht.