»Er ist ein guter Pianist, aber er inspiriert mehr Fragen als Antworten«, schreibt ein Musikkritiker der Washington Post über ein Konzert des Pianisten Herbert Schuch. Dabei würde statt »aber« mit einer Kausalkonjunktion ein Schuh draus. Schuchs Klavierspiel zeichnet eine feine Innerlichkeit aus, die dem Hörer keine Interpretation um die Ohren haut, sondern zu offener Rezeption einlädt. Wir treffen uns mitten in der Karnevalszeit in einer Weinbar in Köln-Nippes. »Ich bin mir nicht sicher ob der Termin eine gute Idee ist, schließlich sollten wir uns gegenseitig verstehen und nicht nur mit Karnevalsliedern vollgedröhnt werden«, schreibt Herbert Schuch vorher per Mail. Die einzigen Hintergrundgeräusche kommen dann aber von einem Kleinkind, das gerade laufen lernt.
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