»Wenn wir die Musikgeschichtsschreibung ändern, indem wir sagen: ›Da waren überall Frauen, wir kennen die heute nur nicht mehr‹, wird das auch eine Rolle für das Bild unseres heutigen Musiklebens spielen.« So erklärte Silke Wenzel die Intention hinter dem online-Lexikon MUGI (Musik und Gender im Internet) in VAN. Dieselbe Strategie verfolgt aktuell auch die Alte Nationalgalerie in Berlin, die für die Ausstellung »Kampf um Sichtbarkeit« die eigenen Bestände nach Werken von Künstlerinnen durchforstet hat und 60 Werke von Malerinnen und Bildhauerinnen präsentiert. Die Ausstellung läuft seit Oktober 2019, letzte Woche wurde der 125.000 Gast begrüßt. Heute führt mich die Kuratorin, Yvette Deseyve, durch die Räume. Den Ausschlag zur Ausstellung, erzählt sie, hätten unter anderem Besucher*innen gegeben, die immer wieder gefragt haben: Warum gibt es hier so wenige Werke von Künstlerinnen?


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... machte in Köln eine Ausbildung zur Tontechnikerin und arbeitete unter anderem für WDR3 und die Sendung mit der Maus. Nach einem Schulmusik- und Geschichtsstudium in Berlin und Bukarest gibt sie Seminare in Musikwissenschaft und Musikjournalismus und ist Redakteurin bei VAN. merle@van-verlag.com