»Ich habe ein tolles Mädchen für deinen nächsten Aufenthalt in Paris gefunden«, schrieb der Dirigent Frédéric Chaslin im September 2013 an Jeffrey Epstein. Chaslin erzählte dem US-Multimillionär, der sich 2008 erstmals der Anstiftung zur Prostitution in einem Fall einer Minderjährigen schuldig bekannt hatte, dass das Mädchen eine 21-jährige Philosophiestudentin sei. Sie spreche drei Sprachen fließend und erinnere ihn an Roman Polanskis Frau Emmanuelle Seigner. »Großartig«, antwortete Epstein noch am selben Tag, später schrieb er: »Danke, wir melden uns, wenn du uns Infos schickst.«
In einer Stellungnahme gegenüber VAN vom 2. Februar 2026 erklärt Frédéric Chaslin, dass seine Kontakte mit Jeffrey Epstein ausschließlich beruflicher Natur gewesen seien. Die in E-Mails erwähnte »junge Frau« sei eine Übersetzerin gewesen, mit der Epstein Museen in Paris habe besuchen wollen; Chaslin habe lediglich den Kontakt per E-Mail vermittelt. Es habe kein Treffen gegeben, da die Übersetzerin den Auftrag nach einem Telefonat mit Epstein abgelehnt habe.

