VAN: Gab es Momente in Ihrem Leben, wo Sie sich für etwas anderes als Musik hätten entscheiden können?
François–Xavier Roth: Nein. Mein Vater ist ein großer Musiker: Daniel Roth, er spielt Orgel. Ich wurde in die Musik hineingeboren. Sie war immer da. Ich wäre niemals darauf gekommen, etwas anderes zu machen als Musik. Aber das mit dem Dirigieren war eine andere Geschichte. Ich war ja erst Flötist. Und in Frankreich gibt es die Tradition, dass Dirigenten fast immer vom Klavier her kommen. Ich selbst hatte aber kein polyphones Instrument gelernt und war am Anfang etwas schüchtern. Aber heute bin ich sehr glücklich damit, Dirigent zu sein.
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