»Nach dem Abgang der Helden kommen die Clowns und Graziosos mit ihren Narrenkolben und Pritschen, nach den blutigen Revolutionsszenen und Kaiseractionen kommen wieder herangewatschelt die dicken Bourbonen mit ihren alten abgestandenen Späßchen […], und graziöse hüpft herbey die alte Noblesse mit ihrem verhungerten Lächeln.« Heinrich Heines Blick im Buch Le Grand aus den Reisebildern, noch aus der Perspektive von jenseits des Rheins, hätte sicher die volle Zustimmung einer neuen Künstlergeneration gefunden, der die heroischen Zeiten des napoleonischen Kaisertums schon zur Legende geworden waren. Auf diese trifft, aus der Provinz kommend, der knapp 18-jährige Hector Berlioz bei seiner Ankunft in Paris im Herbst 1821. Sie musste sich nun in einem als bewegungslos-dumpf wahrgenommenen Paris der Restauration behaupten – ebenso materiell wie mit einer aus dem Widerstand geborenen innovativen Ästhetik. Aufmerksamkeit war mit allen strategischen Mitteln zu erregen – mit spektakulären Großformaten, »grandes machines« (so der Atelierjargon der Maler) für den Salon, oder mit spektakulären Kompositionen, deren Aufführung zudem einen kaum zu bewältigenden finanziellen Aufwand erforderte. Die Maler hatten es da leichter.


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… ist als promovierter Musikwissenschaftler vor allem Bruckner- und Berlioz-Spezialist, hat aber auch zur Musik des frühen Mittelalters und zur aktuellen Bildenden Kunst publiziert. Er arbeitete außerdem für verschiedene Stiftungen wie die Studienstiftung des deutschen Volkes, wo er sowohl das wissenschaftliche Programm als auch die Kunst- und Komponistenförderung leitete, und kuratierte Ausstellungen für Häuser wie die Kunsthalle Düsseldorf.