Eine Kritikersternfahrt zu Mittwoch aus Licht von Karlheinz Stockhausen und ein Opernskandal mit Ansage, wenn Milo Rau den Fliegenden Holländer von Richard Wagner als Drama des deutschen Volks deuten wird, das nach dem Holocaust Erlösung ausgerechnet bei den Opfern sucht, diese beiden ganz offensichtlich auf Öffentlichkeitswirkung kalkulierten Premieren ragen heraus aus der ersten Spielzeit von Aviel Cahn an der Deutschen Oper Berlin. Außerdem gibt es ein neues Logo, niedliche Marketing-Comics, ein ausuferndes Rahmenprogramm und so gut wie nichts, was neugierig macht auf einen Besuch von Berlins größtem Opernhaus. Im Kerngeschäft, also den Aufführungen auf der Hauptbühne, herrscht nämlich gepflegte Ödnis.
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