Iris ter Schiphorst kam am 22. Mai 1956 in Hamburg zur Welt. Eigentlich, so kann man nachlesen, war es als Kind ter Schiphorsts Wunsch, Tänzerin zu werden. Angefangen hatte alles, so ter Schiphorst in einem Interview aus dem Jahr 2015, mit Klavierunterricht. Und im heimischen Wohnzimmer konzipierte man mit Freundinnen Puppenspiel-Aufführungen, die prompt feierlich vor den Eltern »Premiere« feierten, wie man im begleitenden Text über ter Schiphorsts Puppenmusiktheater Der Grüffelo/Grüffelokind erfährt, das 2011 vom Scharoun-Ensemble in der Philharmonie Berlin uraufgeführt wurde.

Der besagte Klavierunterricht lag »nahe«, arbeitete ter Schiphorsts Mutter doch als Pianistin. Diese hatte einen Mann aus den Niederlanden geheiratet, ter Schiphorst wuchs also zweisprachig auf – beziehungsweise »dreisprachig«: »Ich lernte […] [die Sprache der Musik] ›en passant‹, eben so, wie man Sprachen lernt, die man täglich hört, ganz selbstverständlich über das Gehör, durch Mimesis – auf dem Klavier […] teils in veränderter Form, in anderen Tonarten, mit anders zusammengestellten Teilen.«


Jetzt abonnieren, um weiterzulesen.

Unbegrenzter Zugang zu allen aktuellen Artikeln und dem Archiv

VAN als unabhängiges Magazin wird maßgeblich über Abos getragen. Mit Ihrem Abo ermöglichen Sie unsere Arbeit und sichern die Zukunft von VAN.


Sie haben schon ein Abo?

... ist Konzertveranstalter, Moderator, Komponist und Pianist. Er gestaltet innovative Konzertformate, arbeitet als Musik-Satiriker, schreibt Stücke für Solist:innen und Ensembles und Texte für VAN, die Wiener Philharmoniker, die New York Philharmonics und die Bamberger Symphoniker. 2019 war er als Schauspieler an der Volksbühne zu erleben.