Nicht lange nachdem die Spanische Grippe, die rund 50 Millionen Menschen das Leben kostete, ihren Griff gelockert hatte, machte sich ein tiefgreifender sozialer Wandel in den heimischen Wohnzimmern breit. Das Radio und später der Fernseher lösten das Klavier als familiären Treffpunkt ab. Jetzt, ein Jahrhundert später und angesichts einer neuen globalen Pandemie, fühlt sich die Welt der klassischen Musik stärker bedroht denn je. »Es ist für unsere Industrie wie ein Erdbeben«, sagt Andrew Ousley, ein Agent und Konzertveranstalter mit Sitz in New York. Wenn sich nach den Aufführungsverboten der Vorhang wieder hebt, werden wir eine neue Welt vorfinden. Wie diese aussehen wird, ist unmöglich vorherzusagen. Wir versuchen es trotzdem, mit der Hilfe von mehr als einem Dutzend Menschen, die weltweit in der Klassikindustrie beschäftigt sind. Herausgekommen sind diese 19 Thesen.
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