Seit 1685 stand die Ausübung des protestantisch-reformierten Glaubens unter König Ludwig XIV. in Frankreich unter Strafe. 200.000 Hugenott:innen verließen daraufhin ihr Heimatland, darunter auch 178 hugenottische Familien, die sich zwischen 1688 und 1691 von Frankreich gen Südafrika aufmachten. In eine Familie der Nachfahren dieser Auswanderer:innen wurde Priaulx Rainier hineingeboren: Sie kam am 3. Februar 1903 in Howick zur Welt, unweit der Stadt Durban, an der – dem indischen Ozean zugeneigten – Südostküste Südafrikas. Ihre Eltern – englisch-hugenottischer Herkunft – förderten das musikalische Talent der Tochter früh. Mit zehn Jahren studierte Priaulx bereits, dem idyllischen, aber sehr abgelegenem Landstrich ihrer frühesten Kindheit entfliehend, Violine am South African College of Music in Kapstadt. Ein Stipendium führte sie im Alter von 17 Jahren an die Royal Academy of Music in London, wo sie Komposition bei dem Schotten Sir John Blackwood McEwen studierte; McEwen war deutlich vom Impressionismus beeinflusst – und schickte sich an, diesen mit der Volksmusik seines Heimatlandes künstlerisch zu verbinden.
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