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Die Sonne gleißt über Deutschland. Ein herrliches Wetter für Zauneidechsen, auf warmen Steinen räkeln sie ihre Körper. Als ich das Gelände der B.L.O.-Ateliers betrete, treffe ich dort Stefanie. Sie faltet gerade Programmzettel für das Festival ›Berlin is not Bayreuth‹, bei dem sie als Dramaturgin mitwirkt. Es ist der letzte Sonntag im August und der letzte Tag des Festivals. Ich frage, wie es bisher gelaufen ist. Gut, sagt sie; viele Leute seien dagewesen und hätten auch beim Mitmachtheater mitgemacht, was im abgebrühten Berlin ja nicht selbstverständlich sei. Mitmachtheater, mh-hm, denke ich. Fünfeinhalb Stunden später liege ich auf einem Tuch und lasse mir von einer Performerin in Regencape den Hintern versohlen. Anschließend wälze ich mich über den Boden und versuche, imaginäre Insekten von mir abzustreifen. Das Ganze in der Hoffnung, der Papst möge mir meine Sünden vergeben. Was ist geschehen?

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Gehen wir einen Schritt zurück, zurück zu den Zauneidechsen. Mit Vorliebe besiedeln sie Waldränder, Wildgärten und Bahndämme, und so auch das frühere Bahnbetriebswerk Berlin-Lichtenberg-Ost. Wegen ihrer artgeschützten Existenz (und des Einsatzes lokaler Initiativen) bleibt das Gelände bis mindestens 2024 für kulturelle Nutzung vorgesehen, von Bebauungsplänen unbehelligt. Es ist also auch diesen Reptilien zu verdanken, dass stattfindet, was hier stattfindet: Berlin is not Bayreuth. Ein Festival als Gegenveranstaltung zu den Wagnerschen Festspielen? Auf jeden Fall ist es eine Inszenierung von Wagners Tannhäuser, die die etwa 1.000 Festivalbesucher*innen hier, ja, vorfinden werden: Der Flachbau rechterhand birgt den Venusberg; schräg gegenüber, hinter Holzzäunen, befindet sich das ›Wartburg-Camping‹. Ein Rondell bietet die Bühne für den Sängerstreit, gelbe Schilder weisen nach ›Little Italy‹. Diese Orte bespielen für drei Tage verschiedene Akteur*innen der Berliner Performancewelt:


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